20 Jahre Wiedervereinigung Deutschlands

20 Jahre Wiedervereinigung





Gemeinsames Fest zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit

am 02. und 03. Oktober 2010


im Markt Maroldsweisach.



VIELEN DANK FÜR EIN GELUNGENES FEST!


5.000 Liter Bier, 4.500 Bratwürste, 1000 Steaks, 400 Pizzas, 450 Portionen Sauerbraten und Lende und Unmengen an Kuchen und Torten haben die rund 10.000 Besucher des Wiedervereinigungsfestes in Maroldsweisach am Wochenende vertilgt. Das spricht dafür, dass die Gäste zufrieden und mit vollen Bäuchen nach Hause gegangen sind. Mindestens genauso zufrieden waren die Veranstalter des größten Festes an der innerdeutschen Grenze, das zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit stattgefunden hat.

Hand in Hand organisierten die Landkreise Haßberge, Hildburghausen, Coburg und Sonneberg dieses wunderbare fest, das am Sonntag durch das schöne Wetter gekrönt wurde.

Die Besucher reisten in vergangene Zeiten auf dem Keltenmarkt, wurden mit Frankenwein vom Abt-Degen-Weintal verköstigt und informierten sich an zahlreichen Ständen der 50 Aussteller über attraktive Angebote und Einrichtungen aus den verschiedenen Landkreisen.

Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich die Rede von Thüringens ehemaligem Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel. Allein im Zelt drängten sich dazu rund 4.000 Menschen, die Vogel zujubelten.

Vor dem Hauptredner stand der Landrat, des Landkreises Haßberge am Rednerpult. Rudolf Handwerkers Aussage „Wer die Einheit wahren will, muss verhindern, dass die Teilung vergessen wird“, wurde mit tosendem Applaus belohnt.

Im Anschluss an die Reden, unternahm die Politprominenz aus Franken und Thüringen einen Rundgang über das Fest. Vogel zeigte sich beeindruckt ob der Tatkraft, die die Organisatoren und Helfer an den Tag legten. Er lobte die Feierlichkeiten als „beachtliche Leistung“.

Mit viel Spannung wurde die Ziehung der Gewinner des Preisausschreibens auf dem Wiedervereinigungsfest erwartet. Um Punkt 17 Uhr traten die Organisatoren aus allen beteiligten Landkreisen dann auf die Bühne, begleitet von Glücksfee Mona Beck.

Zunächst wurden wertvolle Preise verschiedener Sponsoren aus Thüringen und Franken verlost. Dann schritt Olaf Dau zur Tat. Der Mann, der dem Trabi, mit einer Gruppe aus dem Landkreis Hildburghausen, in Klein- und Feinarbeit wieder neues Leben eingehaucht hat.

Auf dem Wiedervereinigungsfest sollte er nun einen neuen Besitzer finden. Aus dem Publikum war kein Pieps zu hören, als Dau in die Lostrommel griff. Zunächst musste die Teilnahmekarte auf die richtige Lösung überprüft werden. Dann verlas Dau: „Der Gewinner kommt aus Leipzig. Er heißt Hubert Grundt!“

Lautes Lachen, Applaus und aufspringende Gäste im Festzelt. Er kam zur Bühne, Hubert Grundt, der Mann, der sich nach der Wende sofort einen Opel angeschafft hatte. Jetzt darf er wieder Trabi fahren. Ein Gefühl von Nostalgie kam dennoch auf. „Es ist ein bissel eng hier drinne“, meinte Grundt, als er zum Probesitzen in seinen Trabi stieg. „Aber früher ging das auch.“ Und es wird auch in Zukunft gehen. Denn Grundt weiß zwar noch nicht, was genau er mit dem Trabant P601 Sachsenring anstellt, verkaufen will er ihn vorerst allerdings nicht.


Das Landratsamt Haßberge wünscht viel Spaß, immer einen offenen Benzinhahn und wenige Pannen bei den Ausfahrten. Glückwunsch auch an alle anderen Gewinner und vielen Dank an die zahlreichen Besucher, ehrenamtlichen Helfer und Organisatoren der Landkreise Haßberge, Sonneberg, Coburg, Hildburghausen und der Stadt Coburg.

Es war ein tolles Wiedervereinigungsfest in Maroldsweisach!



Hubert Grundt aus Leipzig darf ab sofort wieder Trabi fahren. Er hat den Trabant P601 Sachsenring gewonnen.
Vor der Wende fuhr Grund ebenfalls Trabi. 1990 bevorzugte er jedoch einen Opel. Foto: LRA



Der Hauptpreis beim Wiedervereinigungsfest in Maroldsweisach fährt künftig auf Leipzigs Straßen. Gewinner ist Hubert Grund aus Leipzig. Mit auf dem Bild von links Gewinner Heinrich Hans aus Suhl, Olaf Dau aus Hildburghausen, Horst Hofmann vom Landratsamt Haßberge, Ralf Kastner aus Maroldsweisach, Hubert Grund aus Leipzig, Wolfgang Schöll aus Coburg und Landrat Thomas Müller aus Hildburghausen. Foto: Schmidt